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Bayerns Vielfalt entdecken – im Infopoint Museen & Schlösser in Bayern!
 
Bayerns Vielfalt entdecken – das kann man am besten in den vielen kleinen und großen Museen und Schlössern, die im Land verstreut sind. In den rund 1350 Museen und Schlössern kann man bayerische Geschichte, Kunst und Kultur kennen lernen. Man erfährt dort die großen Linien der bayerischen Geschichte und Kultur, aber auch Details über Bräuche, Handwerke und regionale Besonderheiten, die selbst für den Kenner immer wieder neue Entdeckungen bereithalten.

Doch wo findet man das richtige Museum für die eigenen Interessen? Wann hat das Haus geöffnet? Und wie kommt man hin? Diese Frage hat man sich doch schon oft vor einem Ausflug in die kulturellen Facetten des Landes gestellt.

Seit 2004 gibt es eine Einrichtung, die Orientierung in der Fülle der kulturellen Sehenswürdigkeiten bietet: Im geschichtsträchtigen Alten Hof in München, der ehemaligen Herzogsresidenz der Wittelsbacher, hat der „Infopoint Museen & Schlösser in Bayern“ seine Tore geöffnet. Das Informationszentrum will Anlaufpunkt für alle Fragen rund um die bayerische Museumslandschaft sein. Welche Sammlungsschwerpunkte hat ein Museum, welche Sonderausstellung läuft gerade, was gibt es für Spezialführungen – das Infozentrum gibt aktuelle und umfassende Informationen zur bayerischen Museumslandschaft.


Der Infopoint Museen & Schlösser in Bayern

Wenn man den Infopoint betritt, fällt der Blick sofort auf die zentrale Infotheke, wo kompetente und hilfreiche Beraterinnen für Anfragen rund um die Museen und Schlösser zur Verfügung stehen. Sie kennen sich in der bayerischen Kulturlandschaft aus und können so manchen Tipp für die Ausflugsplanung geben. In einer Datenbank können sie rasch Öffnungszeiten, Adressen oder Telefonnummern recherchieren. „Touristen fragen uns oft nach den Ludwigs-Schlössern“, so Susanne Stettner, eine der Beratungskräfte. „Aber wir können natürlich auch Auskunft zu ganz speziellen Interessen geben, wie beispielsweise für ‚echte Kerle’ das Holzknechtsmuseums in Ruhpolding, für ‚Schmalzler’ das Schnupftabakmuseum in Grafenau oder für Liebhaber der Ballonfahrt das Ballonmuseum in Gersthofen. Wir haben für jeden etwas Passendes!“ Im Zentrum steht dabei die individuelle und persönliche Beratung, doch auch per E-Mail oder Telefon werden Fragen beantwortet.

Der Leiter des Infopoints, Richard Quaas, weiss: „Besucher kennen aus der Touristikwerbung nur wenige Highlights von Bayern: die Königsschlösser, die Pinakotheken oder das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg. Doch die Kulturlandschaft Bayerns hält noch so viel mehr bereit.“ Und so hat sich der Leiter des Infopoints vorgenommen, für beide Besuchergruppen – für Touristen und Einheimische – Informationen bereit zu halten.

Um den zentralen Infocounter sind Infowände mit Prospektmaterial, Katalogen und Publikationen angeordnet, in denen die Besucher nach Lust und Laune stöbern können. So manches Kleinod kann man hier entdecken und auf die persönliche Ausflugsliste setzen.

An fünf Computerterminals können die interessierten Besucher aber auch selbstständig in der multimedialen Museumsdatenbank recherchieren. Jedes Museum, jedes Schloss und auch Bayerns Ausstellungshäuser sind hier ausführlich porträtiert. Ihre Grunddaten, wie Adressen und Öffnungszeiten, sind aufgelistet. Demnächst wird diese Datenbank auch im Internet für die Recherche von zu Hause unter www.infopoint-museen-bayern.de zur Verfügung stehen.

In dieser Datenbank können die Häuser über verschiedene Suchfunktionen gefunden werden: unter anderem über Sammlungsschwerpunkte oder Schlagwörter, aber auch nach regionalen Gesichtspunkten wie nach Regierungsbezirk, Landkreis oder gar über die Landkarte. Zu den Museen werden aber auch die jeweiligen Sonderausstellungen und auch Führungen oder Sonderveranstaltungen aufgelistet. Damit auch ausländische Besucher Zugang zu allen Informationen haben, wurden die Texte auch in die englische Sprache übersetzt.

Auf speziellen Infobildschirmen werden zusätzlich besondere Aktivitäten oder Ausstellungen hervorgehoben. Sie bieten vielfältige Anregungen für den Museumsbesuch.

Schließlich gibt es auch ganz reale Ausstellungen im Infopoint: „In wechselnden Präsentationen weisen wir auf besondere Highlights im kulturellen Kalender hin“, so Quaas. „So stellen wir beispielsweise jedes Jahr die neue Bayerische Landesausstellung des Hauses der Bayerischen Geschichte vor. Manchmal sind es aber auch die kleinen, feinen Ausstellungen, die wir besonders hervorheben. So hatten wir beispielsweise im Herbst eine Präsentation zum Schaustellermuseum im Münchner Stadtmuseum.“ Die Präsentationen werden auf flexiblen Tafeln im Raum rund um die Theke angeordnet. Oft ergänzen Vitrinen und extra vorbereitete Ausstellungsstücke die Präsentation. Es lohnt sich also für die Besucher wiederzukommen.

Doch der Infopoint Museen & Schlösser in Bayern bietet nicht nur Information: Eine Leseecke ermöglicht dem Besucher die entspannte Lektüre der ausgestellten Prospekte und Kataloge in angenehmer Atmosphäre. Und der müde Tourist kann sich hier auch einfach mal von seinen Ausflügen erholen...

Damit der Infopoint Museen & Schlösser in Bayern gleichermaßen von Touristen und Einheimischen besucht werden kann, haben die Macher des Infopoint auf dienstleistungsorientierte Öffnungszeiten geachtet: Der Infopoint ist von Montag bis Samstag von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet. Schließlich sind in der Metropole München gerade am Wochenende viele Stadtreisende unterwegs.


Das Museumsland Bayern

Der Infopoint präsentiert die Vielfalt der bayerischen Museen: mit mehr als 1300 Museen und Schlösser ist Bayern eine einzigartige Museumslandschaft. Dazu gehören so bekannte Ziele wie Schloss Neuschwanstein, das Deutsche Museum, die Münchner Pinakotheken oder der Kulturspeicher Würzburg. Dazu gehört aber auch eine Fülle von kunst- und kulturhistorischen Museen, die die Kultur und Geschichte des Landes ebenso widerspiegeln wie die zahlreichen Schlösser und Burgen.

Darüber hinaus gibt es aber noch viel mehr zu sehen: Die archäologischen und naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns veranschaulichen die Vergangenheit des Menschen und der Natur, die Museen der Technik und Industriegeschichte erzählen die rasante Entwicklung der letzten Jahrhunderte. Bauernhof- und Freilichtmuseen halten die Traditionen und Zeugnisse des früheren bäuerlich-ländlichen Alltagslebens in Bayern lebendig.


Wie kam es zum Aufbau des Infopoints?

Im Februar 1999 hatte Staatsminister Dr. Kurt Faltlhauser, dem als bayerischem Finanzminister auch die staatlichen Schlösser, Gärten und Seen unterstehen, in einem Memorandum ein Konzept für die Nutzung des Alten Hofes vorgelegt. Darin war auch die Einrichtung einer zentralen Informationsstelle für alle bayerischen Schlösser und Museen angeregt. Die neue Idee denkt vom Besucher her: erstmals sollten die drei bisher getrennten kulturellen Bereiche – die Schlösser, welche dem Finanzministerium unterstehen, die dem Kunstministerium zugehörigen staatliche Museen sowie die nichtstaatlichen Museen – vereint auftreten. Denn für den Besucher ist die Trägerschaft des Museums unerheblich, er möchte alle Informationen aus einer Hand.

Die Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern wurde federführend mit der Realisierung des Projekts beauftragt, da sie mit dem Bayerischen Museumshandbuch bereits eine Grundlage für die zentrale Datenbank geschaffen hatte und das Gros der bayerischen Museen vertritt. Projektpartner waren von Anfang an die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, das Bayerische Nationalmuseum sowie die Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen.

Die Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen setzte die Konzeption für das Infozentrum in Abstimmung mit den Partnern schrittweise um: Aufgaben und Zielgruppen des Infopoints wurden in einem Feinkonzept definiert, die innenarchitektonische Gestaltung des nicht ganz einfachen, vorgebenen Raumes wurde erarbeitet und die Konzeption mit den zuständigen Ministerien sowie weiteren Partnern abgestimmt. Nach der Fertigstellung der Außenhaut des Alten Hofs im Sommer 2003 konnte der Innenausbau in Abstimmung mit dem Staatlichen Hochbauamt beginnen. Im Juli 2004 öffnete der Infopoint schließlich seine Pforten.

Wie sieht die Zukunft aus?

Mit dem bevorstehenden Ende der langjährigen Bauarbeiten im Alten Hof ist die Zugänglichkeit des Informationszentrums jetzt schon deutlich besser geworden.
„Der Blick auf die steigenden Besucherzahlen im Infopoint zeigt, dass wieder mehr Touristen, aber auch Einheimische den Weg in die alte Herzogresidenz im Herzen der Landeshauptstadt finden. Die neue Querungsmöglichkeit von der Diener- zur Sparkassenstraße durch den Alten Hof erschließt ebenfalls neue Besucher, die auf ihrem Weg am Infopoint vorbeikommen und oft mit Neugierde unser Informationsangebot kennen lernen. Die von Anfang an enge Zusammenarbeit mit der Stadtinformation und dem Tourismusamt trägt ebenfalls dazu bei, dass von dort Kulturinteressierte an uns verwiesen werden. Man ist dort froh, an eine kompetente Kulturinformationseinrichtung für ganz Bayern verweisen zu können“, so Quaas.
„Unser Ziel ist es, unsere Einrichtung noch weiter bekannt zu machen und sie zu einem unverzichtbaren Anlaufpunkt für Kulturinteressierte in München und über Internet für ganz Bayern zu machen. Die gesamte Museumslandschaft des Freistaates wird hier einzigartig dargestellt. Vor allem auch die weniger bekannten Häuser können hier in der Landeshauptstadt ein Forum zur Präsentation erhalten, mit Medienpräsenz und mit lokaler politischer Prominenz.“ Doch nicht nur das: Geplant ist auch eine verstärkte Zusammenarbeit mit den Fremdenverkehrsämtern in Bayern – schließlich ist der Infopoint ein erstklassiger Partner für die Tourismusbranche.

Nicht zuletzt ist der Infopoint jedoch auch selbst ein lebendiges Kulturforum: Weitere Veranstaltungen und Ausstellungen und seit Mai 2007 die multimedial konzipierte Dauerausstellung "Münchner Kaiserburg" zur Geschichte des Alten Hof mit Schwerpunkt auf das Mittelalter und Ludwig den Bayern im historischen Gewölbekeller sollen den Infopoint für weitere Besuchergruppen öffnen und attraktiv halten.

Infopoint Museen & Schlösser in Bayern
Alter Hof 1
80331 München
Telefon +49 89/210 140-50
Telefax +49 89/210 140-55
infopoint@museen-in-bayern.de
www.infopoint-museen-bayern.de

Öffnungszeiten:
Mo.-Sa. 10.00-18.00 Uhr
Sonn- und Feiertags geschlossen

 
 
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